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MIT Thüringen: Ampel verschäft Fachkräftemangel und beerdigt das Prinzip „Fördern und Fordern“12.11.2022

Bundestag beschließt Bürgergeld

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Thüringen kritisiert das heute mit Ampel-Mehrheit beschlossene so genannte Bürgergeld. Der Landesvorsitzende Steffen Peschke erklärte: „Neben der Energiekrise macht der Fachkräftemangel dem Mittelstand besonders zu schaffen. Händeringend suchen immer mehr Mittelständler – vom Handwerker bis zum Einzelhändler –  nach Angestellten. Vor diesem Hintergrund bleibt unverständlich, warum die Ampel dieses Problem ohne Not weiter verschärft. Denn mit dem Bürgergeld werden kaum noch Anreize geboten, damit die Betroffenen wieder schnell eine reguläre Arbeit aufnehmen. Der Arbeitskräftemangel verschärft sich also weiter. Die großen Verlierer sind die Wirtschaft  und der Standort Deutschland.“

Rund 1,9 Millionen Stellen sind laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) derzeit nicht besetzt. Fast jeder zweite Familienunternehmer bezeichnet den Fachkräftemangel neben den Energiekosten (je 40 Prozent) als sein größtes Investitionshemmnis. Hinzu kommt: Die in dem neuen Gesetz vorgesehenen hohen Schonvermögen sowie die sechsmonatige Aussetzung der Sanktionen bedeuten einen sozialpolitischen Systemwechsel.

Angesichts dieser Entwicklung betont Steffen Peschke das verantwortungslose Handeln der Ampel: „Mit dem Bürgergeld-Gesetz geht die Bundesregierung einen nächsten Schritt hin zur schleichenden Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und beerdigt das Prinzip ‚Fördern und Fordern‘. Und dann wird auch noch die Politikverdrossenheit verstärkt. Denn wenn hohe Vermögen nicht angerechnet und die Angemessenheit der Wohnung automatisch anerkannt wird, hilft der Sozialstaat ausgerechnet den Menschen, denen nicht vorrangig geholfen werden sollte. Und das wird finanziert von denen, die jeden Tag arbeiten und solche Sozialleistungen über ihre Steuern finanzieren müssen.“

Der Landesvorsitzende befürchtet zudem Auswirkungen für die Verwaltung vor Ort. Steffen Peschke: „Es gibt beim Bürgergeld Begleitaspekte, die zur Überlastung unserer Verwaltung führen könnten. So werden jetzt zum Beispiel die Wohngeldansprüche ausgeweitet, aber die Wohngeldstellen in den Kommunen brauchen Monate, um das zu bearbeiten. Das wird viele in die Job-Center treiben, die dafür gar nicht gerüstet ist. Hier zeigt sich: Das Bürgergeld und seine Begleitaspekte sind gar nicht administrierbar. Sie werden unsere Verwaltungen überfordern und den Unmut in der Bevölkerung schüren, wenn das Geld nicht kommt.“

 

Steffen Peschke
Landesvorsitzender MIT Thüringen

MIT Thüringen: Atom-Kompromiss hilft vielleicht der Ampel – aber nicht dem Land31.10.2022

 

Keine relevante Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke

 

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion Thüringen übt scharfe Kritik an der Entscheidung der Bundesre-gierung, die drei deutschen Kernkraftwerke nur bis April 2023 zu verlängern. Der Landesvorsitzende Steffen Peschke erklärte: „Der Kanzler zieht sein schärfstes Schwert – und am Ende steht de facto die Grünen-Position: keine Laufzeitverlängerung, keine neuen Brennstäbe. Es bleibt beim Atomausstieg zum 15. April 2023. Dieser faule Kompromiss hilft der Ampel, aber nicht dem Land. Wenn der Bundeskanzler schon ein Machtwort spricht, sollte er auch richtig durchgreifen. Erforderlich wäre der Weiterbetrieb aller drei Kernkraftwerke bis mindestens Ende 2024. Denn der Strommangel wird im kommenden Winter ebenso so groß sein wie in diesem Winter.“
 
Die Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland versorgen derzeit rund 10 Millionen Haushal-te mit Strom und sind damit unentbehrlich, um eine Ausweitung der Energiekrise zu verhindern. Unter Verweis auf seine Richtlinienkompetenz hat Bundeskanzler Scholz die Fachminister angewiesen, den Weiterbetrieb aller drei Kernkraftwerke vorübergehend zu verlängern. Steffen Peschke: „Wenn man jetzt Kernkraftwerke braucht, braucht man sie auch in einem Jahr. Dann hätte man aber jetzt die dafür notwendigen Brennstäbe bestellen müssen. Der faule Kompromiss wird die Preise nicht senken. Der Beschluss, die Kernkraftwerke nur bis Frühjahr 2023 laufen zu lassen, bedeuten 12 Prozent höhere Kos-ten und 14 Prozent zusätzlichen CO2-Ausstoß. Und die Gefahr eines Blackouts im nächsten Jahr bleibt.“
 
Die Wirtschaft leidet momentan unter dem knappen Energieangebot, aber auch unter der Unsicherheit, die durch die sprunghafte Politik der Bundesregierung verbreitet wird. Steffen Peschke: „Diese Ampel-Entscheidung bringt den Bürgern und Betrieben keine Planungssicherheit. In Deutschland müssen die Kernkraftwerke mindestens bis Ende 2024 weiterlaufen. Sonst drohen weiterhin Stromausfälle und Mondpreise. Dafür müssen die erforderlichen Brennstäbe bestellt werden.“Der MIT-Landesvorsitzende zieht eine bittere Bilanz: „Mit diesem Kompromiss hat Olaf Scholz nur seine zerstrittene Koalition über den Winter gerettet.“

 

Steffen Peschke
Landesvorsitzende MIT Thüringen

Neuwahlen der MIT Landkreis Greiz31.10.2022

Der Münchenbernsdorfer Unternehmer Markus Kertscher wurde am 25.10.2022 in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Landkreis Greiz (MIT) einstimmig wiedergewählt.

Alle Teilnehmer der Vorstandswahl bescheinigten dem wiedergewählten Vorsitzenden ein hohes Engagement. Schwerpunkte waren die Durchführung von Betriebsbesichtigungen in Bad Köstritz, Weida und Zeulenroda-Triebes, der aktiven Unterstützung der Petition zum Lehrermangel, um dringend Schulabsolventen hier in der Region für Ausbildungsstellen zu vermitteln und zu halten. Angesichts der bereits sehr hohen und weiter steigenden Energiepreise benötigen die Unternehmen konkrete, sofortige und spürbare Entlastungen, um finanziell nicht überfordert zu werden.

Als Stellvertreter fungiert weiterhin Michael Votteler aus Bethenhausen. Beisitzer sind der Geraer Bürgermeister Kurt Dannenberg und der ehemalige Bauunternehmer Volker Otto. Schatzmeisterin ist Corinna Klein.

Der Mittelstand war und ist die Säule der Wirtschaft. „Die ansässigen Unternehmer zu unterstützen, ist weiterhin die zentrale Aufgabe der Mittelstands- und Wirtschaftsunion im Landkreis Greiz" so Markus Kertscher. Stammtische bei Unternehmen sowie Betriebsbesichtigungen werden auch in Zukunft durchgeführt, um den direkten Kontakt zur Wirtschaft zu halten. Es waren starke Partner anwesend, die ihre bislang bereits praktizierte Unterstützung auch weiterhin der CDU-nahestehenden Wirtschaftsvereinigung zukommen lassen wollen. 

(Foto von links nach rechts), der frühere Bundestagsabgeordnete und selbst MIT-Mitglied Volkmar Vogel, der wiedergewählte MIT-Kreisvorsitzende Markus Kertscher, sein Stellvertreter Michael Votteler und der Greizer CDU-Kreisvorsitzende und Fraktionsvorsitzende im Kreistag Greiz Dr. Ulli Schäfer. 
Bild: Gisbert Voigt

MIT Thüringen: Weniger Gendern, mehr Mathe31.10.2022

 

IQB-Bildungstrend attestiert Handlungsbedarf bei der Schulbildung 

 

Angesichts der besorgniserregenden Ergebnisse des neuen „IQB-Bildungstrends“ sieht die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) dringenden Handlungsbedarf. Der MIT-Landesvorsitzende Steffen Peschke erklärte: „Bildung ist der wichtigste Rohstoff für unser Land. Im Zeitalter des Wissens ist sie Schlüssel-größe – auch für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Der Rückgang schon bei der Grundschulbildung muss deshalb alle alarmieren. Gerade bei naturwissenschaftlichen Fächern sind die Zahlen erschre-ckend.  Minus 21 Prozent bei Mathe: Mehr Weckruf geht nicht.“

Das Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) hatte im Auftrag der Kultusministerkonfe-renz für die aktuelle Untersuchung Kompetenzen von Viertklässlern in Deutsch und Mathematik unter-sucht. Die Ergebnisse waren besorgniserregend. Konkret hat jeder fünfte Viertklässler Probleme mit dem Lesen und Rechnen, sogar fast jeder dritte mit der Rechtschreibung. Damit haben sich die Kompe-tenzen der Schüler in Deutsch und Mathematik im Vergleich zu vorangegangenen Untersuchungen 2011 und 2016 noch einmal deutlich verschlechtert.

Diese Entwicklung wird auch den Mittelstand treffen. Steffen Peschke: „Die Folgen sind sicht- und spür-bar. Immer mehr Betriebe beklagen die mangelnde Ausbildungsfähigkeit. Köpfe sind unser Kapital. Des-halb muss diese Ressource gepflegt und in diese investiert werden. Weniger Gendern, mehr Mathe und Lebenskunde. Das muss Priorität Nummer 1 in den dafür zuständigen Ländern sein.“

Nur wenige Bundesländer haben gegen den Trend eine Verbesserung zum letzten Erhebungszeitraum erreicht. Steffen Peschke: „Sachsen und Bayern zeigen, das und was möglich ist. Wer nicht in Bildung investiert, gefährdet den Wohlstand unseres Landes.“

 

Steffen Peschke
Landesvorsitzender MIT Thüringen

MIT Thüringen: Gaspreisdeckel zu spät – Mittelstand bleibt gefährdet 13.10.2022

 

 

Pleitewelle nimmt Fahrt auf 

 

Die Vorschläge der von der Bundesregierung einberufenen Expertenkommission zur Deckelung des Gaspreises kommen zu spät und reichen nicht aus. MIT-Landesvorsitzender Steffen Peschke erklärt: „Die Ampel hat es wieder nicht verstanden: Bürger und Unternehmen brauchen jetzt bezahlbare Energiepreise. Die Betriebe haben keine Zeit mehr. Aber genau diese wurde und wird wieder vergeudet. Unser Mittelstand bleibt in Gefahr. Die Betriebe müssen selbst sehen, ob sie den Winter 2022/23 überleben oder nicht. Nicht nur energieintensive Unternehmen kämpfen jetzt um ihre Existenz und den Erhalt von Arbeitsplätzen.“

Die Pläne der Expertenkommission sehen neben einer einmaligen Abschlagszahlung im Dezember einen Gaspreisdeckel ab dem März 2023 vor. Peschke: „Weil die Ampel den Sommer verschlafen hat, bekommen die Betriebe jetzt nur eine vage Aussicht auf Lösung der Probleme zum Ende der Heizperiode. Der Ersatz der Abschlagszahlung für den einen Monat Dezember reicht da hinten und vorne nicht. Auch die Höhe des Abschlags für Dezember auf Basis des Abschlags im September ist eine Mogelpackung, da viele Haushalte ihre Erhöhungen erst mit der Einführung der Gasumlage zum 1. Oktober 2022 erhalten haben.“

Nachdem die Ampel mehrere Monate mit der schlecht konstruierten Gasumlage vergeudet hat, verschärfen sich die Folgen der Energiekrise. So nimmt die Pleitewelle in Deutschland an Fahrt auf: 762 Unternehmen – rund ein Drittel mehr als im Vorjahresmonat – haben im September Insolvenz angemeldet. Ein weiterer Trend ist beunruhigend: Firmen können ihre Rechnungen immer häufiger nicht pünktlich zahlen, wie Creditreform meldet. Der Wirtschaftsauskunftei zufolge sind für die schlechtere Zahlungsmoral der Firmen vor allem die gestiegenen Energiekosten verantwortlich. Das Ausfallrisiko bei den Unternehmen steige „fast wöchentlich“. Laut Creditreform wurden zuletzt bundesweit mehr als 2,1 Millionen überfällige Rechnungen beglichen, rund 280.000 Unternehmen zahlten dabei deutlich verspätet.

Steffen Peschke: „Solange wir die Energiepreise nicht in den Griff bekommen, stehen unsere Betriebe mit dem Rücken zur Wand. Allein durch die Ausweitung des Energieangebots werden die Preise wieder fallen. Die Ampel muss sich endlich zu einer Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke durchringen. Wir brauchen jetzt jede Kilowattstunde.“

 

Steffen Peschke
Landesvorsitzender MIT Thüringen

MIT Thüringen: Verlässliche Standortpolitik geht anders – Habeck hinterlässt Scherbenhaufen 02.10.2022

Gasumlage 34 Stunden vor Inkrafttreten abgesagt – Preisdeckel angekündigt

 

Die Bundesregierung hat einen „wirtschaftlichen Abwehrschirm“ angekündigt. Dieser soll einen Preisdeckel für Gas enthalten. Laut Medienaussagen des Bundeskanzlers soll zudem die Gasumlage gestoppt werden. MIT-Landesvorsitzender Steffen Peschke erklärt dazu: „Der Druck hat gewirkt. Der vom Kanzler angekündigte Stopp der Gasumlage ist der einzig richtige Schritt. Dieses Ampel-Projekt war von Anfang an ein Rohrkrepierer. Ganz Europa federt die Kosten für Gas ab. Nur die Ampel war bereit, den Preis mit der Umlage noch weiter anzuheizen. Und Trittbrettfahrern satte Dividenden auf Kosten von Bürgern und Betrieben zu ermöglichen. Die Gasumlage war also zum Scheitern verurteilt. 

Aber es bleibt ein Scherbenhaufen. Der Rückzug 34 Stunden vor dem Start kommt für manche Betriebe zu spät. Ein Unternehmen ist kein Herd, der schnell ein- und ausgeschaltet werden kann. Betriebe mussten planen und die Gasumlage einpreisen. In Verbindung mit der Kostenexplosion bei Gas und Strom drohten Planinsolvenzen. Diese Betriebe mussten die Notbremse ziehen. Produktionen wurden gedrosselt, stillgelegt, aufgegeben. Das Gasumlagen-Hickhack kostete Existenzen. Es wird immer klarer: Robert Habeck ist nicht in der Lage, die Energiekrise zu meistern. Er schafft mehr Probleme, als er löst.“

Peschke begrüßt die Ankündigung des Strom- und Gaspreisdeckels. Auch das von der MIT lange geforderte Belastungsmoratorium sei endlich im Abwehrschirm verankert worden. Aber die geplante Ausweitung des Energieangebotes greife nach wie vor zu kurz. Steffen Peschke: „Es droht eine Gasmangellage. Dagegen muss das Energieangebot endlich ausgeweitet werden. Es muss alles ans Netz, was geht. Dazu gehört der Weiterbetrieb der drei Kernkraftwerke. Selbst Robert Habeck gesteht inzwischen ein, dass ein Streckbetrieb möglich wäre. Dennoch blendet die Ampel dieses Potential in ihrem so genannten ‚wirtschaftlichen Abwehrschirm‘ aus. Das grenzt an eine vorsätzliche unterlassene Hilfeleistung.“ 

Aus Sicht der MIT muss auch der Gaspreisdeckel sofort kommen. Peschke: „Die Einsetzung einer Arbeitsgruppe kostet zu viel Zeit.“ Zudem müssten die Energiesteuern auf Erdgas, Strom, Heizöl und Flüssiggas sofort gesenkt werden. „Die Ampel muss die Warnungen der Fachleute und Wissenschaftler endlich ernst nehmen und sofort handeln. Sonst erodiert der Wirtschaftsstandort Deutschland weiter, so der MIT-Landesvorsitzende.

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) – vormals Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU – ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein.


Steffen Peschke
MIT-Landesvorsitzender

MIT Thüringen: Inflation jetzt zweistellig – Deutschlands wirtschaftlicher Abstieg geht weiter 02.10.2022

Inflation rast auf 10 Prozent/Negatives Herbstgutachten 

Mit den jetzt vom Statistischen Bundesamt gemeldeten 10 Prozent heizt sich die Inflation weiter auf. Auch die gesamtwirtschaftlichen Aussichten sind düster: Das neue Herbstgutachten der führenden Wirtschaftsinstitute prognostiziert für 2022 eine massive Rezession sowie „permanente Wohlstandsverluste“ für Deutschland. 

MIT-Landesvorsitzender Steffen Peschke erklärt dazu: „Es gab noch nie so dramatische Zahlen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Gasmangellage, Energiepreiskrise und die Apathie der Bundesregierung befeuern Deutschlands wirtschaftlichen Abstieg. Die Stimmung ist über alle Branchen hinweg desaströs. Die deutsche Wirtschaft fährt an die Wand und die Ampel lässt sich Zeit.“ So ist der Stopp der Gasumlage erst 34 Stunden vor ihrem Start angekündigt worden. Wann Strompreis- und welcher Gaspreisdeckel kommen werde, steht noch nicht konkret fest.
 
Die fehlende Sicherheit und Bezahlbarkeit von Energie führen zu einem nachhaltigen Wettbewerbsnachteil. Dies betrifft auch den Investitionsstandort. Ausländische Firmen stellen Investitionen zurück. Inländische Betriebe können im Regelfall nicht mehr investieren. Andere verlagern ihre Produktion ins Ausland, um wettbewerbsfähig zu bleiben. „Wenn die Ampel nicht schnell die Energiepreise deckelt, droht ein Exodus bisher nicht gekannten Ausmaßes“, warnt Peschke. Für etliche Betriebe sei es ohnehin schon zu spät. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften ist kräftig gestiegen. Diese lag im August gut ein Viertel (26 Prozent) über dem Vorjahreswert. Angesichts der aktuellen Entwicklung erwartet das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) für den Oktober Insolvenzzahlen, die sogar ein Drittel über denen aus Oktober 2021 liegen könnten. 
  
In dieser Situation ist es wichtig, das Konsumklima nicht weiter zu verschlechtern. Steffen Peschke: „Das Gebot der Stunde lautet Entlastung für Bürger und Betriebe. Der Bund muss dafür sorgen, dass mehr im Geldbeutel der Menschen bleibt. Sofort. Der Vorschlag der Ampel, die kalte Progression erst ab 2023 abzubauen, greift viel zu spät. Diese muss rückwirkend zum 1. Januar 2022 abgebaut werden. Mit dem Abbau der kalten Progression hätten Arbeitnehmer, Selbstständige und Rentner mehr Netto vom Brutto.“ Davon würden rund 2,3 Millionen Einzelunternehmen und 450.000 Personengesellschaften profitieren. Und es könnte damit der Gefahr einer Lohn-Preis-Spirale begegnet werden.
 
Der MIT-Landesvorsitzende: „Der Staat ist der Inflationsgewinner. Allein dieses Jahr nimmt er über eine Billion an Steuergeld ein – ein neuer Rekord. Diese Mehreinnahmen müssen an die Betriebe und Bürger zurückgegeben werden. Und zwar jetzt.“

Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT)  ist mit rund 25.000 Mitgliedern der größte parteipolitische Wirtschaftsverband in Deutschland. Die MIT setzt sich für die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft und für mehr wirtschaftliche Vernunft in der Politik ein.


Steffen Peschke, MIT-Landesvorsitzender

Neuwahl im KV Weimar-Land - Bundesvorstandsmitglied Mike Mohring fordert Senkung der Energiesteuer26.09.2022

 

Am Donnerstag, dem 22. September 2022, wurde der Geschäftsführer der ABLIG Feinfrost GmbH aus Heichelheim, Torsten Langbein, auf der turnusmäßigen Mitgliederversammlung der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) der CDU Weimarer Land einstimmig zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt.

Der frisch gekürte Weimarer Wirtschaftspreisträger Langbein löst den Landwirt Eckart Weirich ab, der den Kreisverband in den vergangenen Jahren geleitet hatte.
Eckart Weirich gehört dem Kreisvorstand aber weiter an und wurde einstimmig zum Stellvertreter und Olaf Kosinsky zum Schatzmeister gewählt.
Bedingt durch die Corona-Pandemie wurde die Amtszeit des bisherigen Kreisvorstandes verlängert. Eckart Weirich blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf die Arbeit in den vergangenen Jahren zurück.
Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Mike Mohring dankte Eckart Weirich für seine geleistete Arbeit. Mohring, der auch dem MIT-Bundesvorstand angehört, freute sich über die Bereitschaft von Torsten Langbein, als neuer Kreisvorsitzender Verantwortung in diesen für den Mittelstand schwierigen Zeiten zu übernehmen. In seinem Grußwort forderte er Hilfen für den Mittelstand und die Handwerksbetriebe. Viele Unternehmer und private Haushalte stehen nach der Einschätzung Mohrings schlicht vor dem Ruin, wenn nicht zügig spürbare Entlastung die Betroffenen erreichen. Die schnellsten und konkretesten Schritte sind nach Ansicht des Apoldaers Mohring die Senkung der Energiesteuern auf das europäische Mindestmaß und Senkung der Umsatzsteuer auf Öl, Gas und weiterer Energieträger auf sieben Prozent, ein Verzicht auf neue Preistreiber wie der Gasumlage und eine Angebotsvermehrung z.B. durch eine Verlängerung der Laufzeiten mindestens der drei laufenden sicheren AKW’s sowie ein Schutzschirm für kommunale Versorger und Stadtwerke.

 

Erzeugerpreise auf Rekordhoch - Deutschland rast in die Rezession – und die Ampel sieht zu23.09.2022

Das Statistische Bundesamt hat die Erzeugerpreise für gewerbliche Produkte vermeldet. Die Erzeugerpreise sind um 45,8 Prozent gestiegen. Das hat eine historische Dimension. Noch nie gab es eine größere Kostenexplosion. Allein gegenüber dem Vormonat stiegen die Kosten um 7,9 Prozent. Auch das ist ein neuer trauriger Rekord. Die Zahlen belegen: zuerst Inflation, jetzt Stagflation. Deutschland rast in die Rezession. 
Und die Ampel sieht zu. Zögert. Verschleppt. Streitet.
Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise ist laut Statistischem Bundesamt die Preisentwicklung bei Energie. Die Energiepreise lagen im August 2022 im Durchschnitt 139,0 Prozent höher als im Vorjahresmonat.
Aber auch Vorleistungsgüter waren im August 2022 um 17,5 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Vor allem Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen wurden teurer. Ebenso wie chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen. Die MIT Thüringen zieht Bilanz: „Unsere Betriebe müssen sich entscheiden: Geben sie die horrenden Erzeugerkosten an die Kunden weiter und befeuern damit die Inflation? Können sie es überhaupt noch? Oder riskieren sie den eigenen Ruin? Entlastungen für die Wirtschaft hat die Bundesregierung noch immer nicht auf den Weg gebracht. Die Untätigkeit der Ampel wird für alle zum Betriebsrisiko.“ Das TMWWDG hat bisher nur einen ersten Vorschlag für ein Drei-Säulen-Programm zur Unterstützung der Thüringer Wirtschaft durch das Land vorgelegt, aber auf konkrete Hilfen wartet man.

Neuwahl im MIT Kreisverband Ilmkreis23.09.2022

 

In der Triglismühle in Arnstadt-Siegelbach fand am 21.09.2022 die Neuwahl im MIT Kreisverbandes Ilmkreis statt. Als Kreisvorsitzender wurde Dr. Karl-Heinz Müller in seinem Amt bestätigt. Stellvertreter ist Danny Schütz und Schatzmeister Ralf Steffen Preiß. Komplettiert wird der Vorstand mit dem Pressesprecher L. Preuss, Lars Pitan und Kurt Kettrich. Dem gesamten Vorstand herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg im neuen Amt.

 

Die MIT Ilmkreis als Unterorganisation der CDU-Ilmkreis hat auf ihrer Jahresversammlung in der Gaststätte Triglismühle / Arnstadt-Siegelbach am 21.September einen neuen Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt. Als Mittelstandsvereinigung, die in erster Linie Selbständige, Handwerker und Gewerbetreibende sowie Klein- und Mittelständische Unternehmer (KMU) in den Blick nimmt, steht für uns die Entwicklung des Ländlichen Raumes im Ilmkreis an erster Stelle. Deshalb gilt die Unterstützung nicht nur den Firmen auf den Gewerbegebieten, sondern genauso den Handwerks-, Agrar-, Forstwirtschafts- und Fischereibetrieben. Des Weiteren liegt uns die Entwicklung des Tourismus am Herzen, wozu ein ausreichendes Netz an Hotels, Gaststätten und Destinationen für Besucher aus nah und fern – wie beispielsweise eine Seilbahn vom Bahnhof Gehlberg auf den Schneekopf – gehören. Die Triglismühle mit ihren ausgesprochen gastlichen Räumen und der „Guten Küche“ ist ein Aushängeschild wie eine Reihe anderer vorzeigbarer Gasthäuser im Ilmkreis, die es im Arnstädter aber genauso im Ilmenauer Raum gibt. Die zwanzig Mitglieder unsere Vereinigung sind eine gute Basis, um mittelstandspolitische Akzente im CDU-Kreisverband setzen zu können. Für ein noch breiteres Agieren will der Vorstand mindestens 12 neue Mitglieder gewinnen. Die Forderungen an die Bundes- und die Landesregierung sind von unseren Mitstreitern Lars Pitan und Dominik Straube im kürzlichen Zeitungsbeitrag völlig zutreffend formuliert worden: Eindämmen der Inflation, denn das gegenwärtige Preisgefüge ist für die privaten Haushalte und die Gewerbetreibenden nicht mehr hinnehmbar, weshalb staatlicherseits spürbare Entlastungen notwendig sind. Diese Prämissen werden wir noch stärker in der Öffentlichkeit und im CDU-Kreisvorstand vertreten. Für den CDU- Kreisparteitag im November d.J. gilt die nachdrückliche Forderung, in Vorbereitung des Wahljahres 2024 diejenigen bürgerlichen Parteien/Vereinigungen, die im Kreistag wichtige Zeichen für eine „Soziale Marktwirtschaft“ setzen, bei der Kandidatenaufstellung gleich mit ins Boot zu holen, um von Anfang an strategische Bündnisse zu schließen. 
Wir bedanken uns für die große Unterstützung beim MIT-Landesvorsitzenden Steffen Peschke und bei der CDU-Kreisgeschäftsführerin Elke Steitz, die Garanten für ein reibungsloses Wahlprocedere waren. Dem neuen Vorstand gehören Lars Pitan und Knut Vettrich als Beisitzer, Ludwig Reuß für die Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Preiß als Schatzmeister, Danny Schütz als stellv. Vorsitzender und Dr. Karl-Heinz Müller als Vorsitzender an.

 

Vorstand
MIT Ilmkreis