30. Landesmittelstandstag der MIT-Thüringen in Gösen-Eisenberg08.08.2019

Direkt nach der Wende wurde unter dem Bundesvorsitzenden der MIT, dem Berliner Wirtschaftssenator Elmar Pieroth, der Landesverband Thüringen der „Mittelstandsvereinigung der CDU/CSU“ gegründet. 30 Jahre später stand der Landesmittelstandstag der MIT Thüringens in Gösen unter dem Vorzeichen der Landtagswahl und der großen Unzufriedenheit mit der Mittelstands- und Wirtschaftspolitik nach 5 Jahren mit einer RRG-Regierung.


190706_LMT_2.jpgIm Vorfeld des Landesmittelstandstages hatte der Landesvorstand mit den Kreisvorsitzenden auf einer Klausurtagung ein Positionspapier erarbeitet, in dem die Forderungen an die Thüringer Landespolitik für einen wettbewerbsfähigen Mittelstand formuliert wurde. Die Thüringer Unternehmen kämpfen mit zunehmenden Dokumentationspflichten (Arbeitszeitgesetz, EU-DSGVO), einem schleppenden Breitbandausbau, steigenden Energiekosten, der Aufnahme vergabefremder Kriterien in das Vergaberecht, einem ineffizienten Bildungsfreistellungsgesetz und nicht zuletzt mit dem demografischen Wandel und einem zunehmenden Fachkräftemangel. Eine Forderung umfasst als zentrale Maßnahme zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum, mindestens 50 zusätzliche Studienplätze für Medizin in Thüringen zu schaffen, um langfristig gegen den Ärztemangel vorzugehen.


Mit dem Statement, dass der Mittelstand den Wohlstand sichert und der stabilisierende Faktor auch in Krisensituationen ist, wurde die Diskussion eröffnet. Die Stärken des Mittelstands in Thüringen liegen in seiner Kleinteiligkeit, Flexibilität und der Innovationskraft. Hemmnisse liegen bei falschen Förderkriterien, Steuerlast, Bürokratie und nicht zuletzt in der derzeit fehlenden politischen Unterstützung. Ein Hauptproblem ist, dass der Mittelstand kaum wahrgenommen, sondern vielmehr als Selbstverständlichkeit betrachtet wird.


Zur Aussprache zum Positionspapier konnte der Landesvorsitzende Gerd Albrecht den Landesvorsitzenden und Spitzenkandidaten der CDU Thüringen, MdL Mike Mohring, die neugewählte Thüringer MdEP Marion Walsmann und den stellvertretenden Landesvorsitzenden MdL Prof. Dr. Mario Voigt begrüßen; übrigens alle drei auch Mitglieder der MIT-Thüringen.


190706_LMT_3.jpgIn der Diskussion waren es besonderes zwei Themen, die heiß diskutiert wurden. So wird in Thüringen eine schnelle Eingreiftruppe im Bereich der Bildung benötigt. An erster Stelle liegt die Absicherung der elementaren Fächer. Zurzeit werden allein im Bereich der Berufsschullehrer jährlich fast 100 neue Lehrer benötigt; diesem Bedarf stehen aber nur 4 (!) Studienanfänger gegenüber. Der zweite Problembereich in Thüringen umfasst den mangelhaften Breitbandausbau. Nur mit einer Digitalisierung auch im ländlichen Raum können Arbeitsplätze nachhaltig gesichert werden.


Das aktuelle EuGH-Urteils, mit dem die seit über 50 Jahren gültige deutsche Honorarordnung für Ingenieure und Architekten quasi für unwirksam erklärt wurde, wurde sehr kritisch hinsichtlich des Verbraucherschutzes und der erreichten Qualitätsstandards bewertet. Die Bundesregierung muss schnellstmöglich wieder eine Rechtssicherheit für Architekten und Ingenieure herstellen, um auf einer klaren Grundlage weiterarbeiten zu können. In der weiteren Aussprache wurde auf die Notwendigkeit neuer Förderkriterien und die Abkehr vom Gießkannenprinzip, die Unterstützung der inneren Sicherheit durch mehr Richter und Staatsanwälte sowie die Wiedereinrichtung von Arbeitskreisen mit der Polizei verwiesen.


Die Landtagswahl am 27. Oktober 2019 wird zeigen, ob die CDU wieder Regierungsverantwortung in Thüringen übernehmen kann und diese Forderungen Eingang in die Landespolitik finden können. Bis dahin sind nur noch wenige Wahlkampfwochen, den die Mitglieder der MIT-Thüringen intensiv unterstützen werden. Um sich dafür zu stärken, ließen die Teilnehmer den 30. Landesmittelstandstag auf der Festwiese beim Konzert mit den Vollmershainer Schalmeien aus Anlass der 800 Jahr-Feier in Gösen und bei schönsten Sommerwetter gemeinsam ausklingen.

 

Prof. Dr. Regina Polster
Pressesprecher MIT-Thüringen

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Thüringen fordert: Mehr Studienplätze für Medizin auch in Thüringen17.06.2019

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Im Rahmen der jährlichen Klausurtagung des Landesvorstandes und der Kreisvorsitzenden der MIT-Thüringen am 14./15. Juni 2019 in Tambach-Dietharz wurde ein Positionspapier zu den aktuellen Forderungen an die Wirtschafts- und Mittelstandspolitik in Thüringen verabschiedet.
Im Bereich der Gesundheitspolitik fordert die MIT-Thüringen als eine der zentralen Maßnahmen zur Sicherung der Daseinsvorsorge im ländlichen Raum mindestens 50 zusätzliche Studienplätze für Medizin in Thüringen, um langfristig gegen den Ärztemangel vorzugehen.
Damit unterstützt die MIT-Thüringen die am 13.06.2019 auf den Medizinischen Fortbildungstagen in Erfurt an das Wissenschaftsministerium Thüringen gerichtete Forderung mehrerer Ärztevertreter von Landesärztekammer (LÄK), Kassenärztlicher Vereinigung (KV), Landeskrankenhausgesellschaft (LKG) und dem Thüringer Verband der leitenden Krankenhausärzte (vlk).
Begründung: Neben dem demographischen Wandel auch in der Ärzteschaft, sind es die berechtigten Ansprüche der nachfolgenden Ärztegenerationen an die bessere Vereinbarkeit von Leben und Arbeit, einschließlich geregelter Arbeitszeiten. Die vielbeschworene drohende „Ärzteschwemme“ ist, wie von medizinischer Seite erwartet, nicht eingetreten. Stattdessen stehen wir heute vor einem tatsächlichen „Ärztemangel“. Dies hat mehrere Gründe:

  1. Das Medizinstudium dauert mindestens fünfeinhalb Jahre und allein die Weiterbildung zum „Facharzt für Allgemeinmedizin“ dauert weitere fünf Jahre. Eine langfristige realistische Planung ist hier gefragt.
  2. Die reinen Arzt-Bedarfszahlen sind veraltet, nicht zuletzt auch durch die Anstellung von Ärzten in Teilzeit in Medizinischen Versorgungszentren (MVZ´s) oder in Berufsausübungsgemeinschaften (BAG´s) in Arztpraxen. Dies war vor der Installation von MVZ´s und BAG´s bisher nicht möglich.
  3. Die Ab-/Anwerbung von Ärzten aus EU-/Nicht-EU-Ländern ist keine geeignete Lösung für den Ärztemangel.
  4. Nicht zuletzt scheuen junge Fachärzte das finanzielle Risiko der Selbständigkeit und den damit verbundenen erheblich höheren Verwaltungsaufwand als im Angestelltenverhältnis.


Sowohl in NRW, als auch in Bayern wurden bereits neue medizinische Professuren bzw. Fakultäten eingerichtet. Um eine Abwanderung der Thüringer Medizinstudenten in andere Bundesländer und damit den Verlust zukünftiger Landärzte zu verhindern, muss die Anzahl der Studienplätze in Thüringen dringend erhöht werden.


Erfurt, der 16. Juni 2019.

Günther Oettinger in Erfurt04.06.2019

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Am Rande des Europatags am 25.05.2019 in Erfurt fand ein Treffen von MIT-Landesvorstandsmitgliedern mit dem EU Kommissar für Haushalt und Personal Günther Oettinger und unserer Europakandidatin Marion Walsmann auf dem Erfurter Domplatz statt. Gemeinsam mit der Spitzenkandidatin für den Erfurter Stadtrat Kristina Vogel (ehemalige deutsche Bahnradsportlerin, elffache Weltmeisterin und zweifache Olympiasiegerin) wurden u.a. die aktuellen Herausforderungen einer notwendigen Digitalisierungsstrategie für Thüringen und eines Bürokratieabbaus im kommunalen Bereich diskutiert.

 

Europaabgeordnete in Hermsdorf03.06.2019

 

Am 15. Mai 2019 fand in Hermsdorf eine MIT Veranstaltung zum Thema Europa und Region statt. Als Gäste wurden das Mitglied im Europaparlament Monika Hohlmeier aus Bayern und die Thüringer Kandidatin für das EU Parlament Marion Walsmann begrüßt. Bei Unternehmensbesuchen in Hermsdorf am Nachmittag konnten beide Kandidatinnen sich über die Wirtschaftskraft Ostthüringer Unternehmen, von Hidden Champions, informieren und standen als kompetente Ansprechpartner für Unternehmensleitungen und Mitarbeiter zur Verfügung.


Am Abend fand dann eine Bürgerversammlung statt, in der Monika Hohlmeier mit viel Sachkompetenz, Leidenschaft und Erfahrung zu europäischen Themen und europäischer Wirtschaftspolitik Stellung bezog. In gleichem Maße stand Marion Walsmann mit Ihren Themen den Bürgern und Unternehmern Rede und Antwort.
Europa ist - so hat es der spanische EU-Parlamentarier Esteban Gonzales Pons formuliert "der gemeinsame Wille, miteinander zu leben." Gerade deshalb ist es wichtig, Europa durch eine Thüringer Kandidatin zu stärken. Monika Hohlmeier und Marion Walsmann überzeugten beide in hohem Maße als kompetente Interessenvertreter der Wirtschaft in Brüssel.

 

Petra Thieme
Kreisvorsitzende der MIT Saale Holzland
stellv. Landesvorsitzende der MIT Thüringen

Unternehmensbesuch bei GSM in Nordhausen23.05.2019

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Die Mittelstandsvereinigung des CDU Kreisverbandes Nordhausen begann im Mai 2019 ihre diesjährigen Unternehmensbesuche, bei der die kleinen und mittleren Unternehmen unserer Heimatregion im Fokus stehen. Den Unternehmern und Unternehmerinnen zuhören, Probleme erörtern, gemeinsam Lösungen finden und Fallgestaltungen an die Politiker weiterleiten, dass gehört zu den Aufgaben einer guten Stadt- und Landespolitik in Thüringen, welche die Nordhäuser MIT unterstützen wird.


Am 08. Mai stellte die Firma GSM in Nordhausen den Rahmen für einen regen Austausch zu einem der vordringlichsten Themen der Unternehmen, der Fachkräftesituation. Unter anderen nahmen die Kandidaten der MIT für den Stadtrat/Kreistag Cerstin Fuhrmann, Uwe Seiffarth, Rene Fullmann, Torsten Juch, Steffen Iffland als Landtagskandidat sowie Unternehmer des Landkreises Nordhausen an der Veranstaltung teil.


Herr Dietmar Lüning (Geschäftsführer der Firma GSM) erläuterte den Anwesenden die Unternehmensstruktur und die Produktionspalette der heimischen Firma, die mit ca. 120 Beschäftigten mittlerweile international in den relevanten Märkten einen Namen hat. Das Unternehmen könnte die Produktion um ein vielfaches steigern, jedoch fehlen wie in vielen anderen Unternehmen Fachkräfte und Auszubildende, die für diesen Berufszweig dringend benötigt werden. Hinzu kommt, dass die Mitarbeiter, die ihren Wohnort in unsere Heimat verlegen möchten Probleme bei der Wohnungssuche oder der Suche nach Baugrundstücken haben.


In einer anschließenden Betriebsbesichtigung mit den Führungskräften der Firma hatten die Anwesenden die Möglichkeit eine Produktionsstrecke im Schichtbetrieb kennenzulernen. GSM steht für Guarding (Bewachung), Safety (Sicherheit), Motion (Bewegung) und beschreibt somit treffend die Unternehmensschwerpunkte. Die Firma GSM fertigt seit über 20 Jahren erfolgreich hochqualitative Produkte rund um den Maschinenschutz, stabile Sicherheitszugänge, robuste Fördertechnik sowie individuelle Sonderlösungen. Zudem verfügt GSM über eine eigene moderne Pulverbeschichtungsanlage. Bemerkenswert ist, dass im Zweischichtsystem 60 Prozent Frauen arbeiten. Die Hauptwerke des Unternehmens befinden sich in Polen, Nordhausen und Amerika.


Anschließend folgte ein Empfang in den Verwaltungsräumen, organisiert von der Firma GSM, um mit den Unternehmern und Politikern vor Ort in einer lockeren Atmosphäre einige Probleme zu erörtern. Begegnungen schaffen Kontakte und fördern ein gemeinsames Miteinander im politischen und im wirtschaftlichen Sektor.
Veranstaltungen der Mittelstandvereinigung der CDU Nordhausen zeigen das Interesse an den aktuellen Wirtschaftsproblemen regionaler Unternehmen und versuchen Lösungen zu finden. Nur durch intensives Erörtern wird es der Politik gelingen, die Unternehmenssituationen kennenzulernen und nachhaltig Tätigkeitsschwerpunkte sowie Wirtschaftspapiere zu erarbeiten.


Wir danken dem Unternehmen für die Einladung und den Einblick in die Produktionsstätte.


Cerstin Fuhrmann, Vorstandmitglied der MIT CDU Kreisverband Nordhausen, Kandidatin für den Stadtrat/Kreistag CDU Nordhausen

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